„Und jetzt, Europa? Wir müssen reden!“

Unter dem Motto „Und jetzt, Europa? Wir müssen reden!“ laden  die überparteiliche Europa-Union Deutschland und die Stadt Essen, herzlich zum Bürgerdialog am 12. Juli 2018 um 18.00 Uhr in die Volkshochschule Essen ein.

Die EU steht von innen und außen unter Druck. Die Europäische Kommission hat deshalb mit ihrem Weißbuch zur Zukunft der EU einen Diskussionsprozess angestoßen, wie es mit der EU weitergehen könnte und welche Folgen das für die Bürgerinnen und Bürger hätte. Vor diesem Hintergrund stellen sich die Fragen: Welchen Weg wird das europäische Projekt nehmen? Wie kann die europäische Idee wieder begeistern? Welche Möglichkeiten ergeben sich für Essen und Nordrhein-Westfalen? Zu diesen und anderen Fragen stehen Ihnen Experten und politische Entscheidungsträger in einem interaktiven Dialog Rede und Antwort.

Der Bürgerdialog startet mit einem kurzen einführenden Gespräch unter dem Titel „Wohin mit Europa?“. Anschließend findet der offene Dialog in parallel laufenden Themenräumen zu folgenden Schwerpunkten statt:

1. Europas Rolle in der Welt: Werte, Außenpolitik, Sicherheit, Migration

2. Wirtschaft und Soziales: Arbeit, Binnenmarkt, Verbraucher- und Sozialstandards

Diskutieren Sie mit Jochen Pöttgen, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn, dem Europaabgeordneten Jens Geier, Dr. Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie, Ulrich Beul, Mitglied des Stadtrats Essen, Dr. Oliver Schwarz von der Universität Duisburg-Essen und Dieter Hillebrand, Regionsgeschäftsführer des DGB Mühlheim, Essen, Oberhausen. Das vollständige Programm finden Sie im Anhang.

Anmelden können Sie sich per E-Mail oder direkt über das Onlineformular. Weitere Informationen finden Sie unter: www.eud-buergerdialoge.de externer Link. Wir freuen uns, wenn Sie diese Einladung auch an interessierte Kollegen, Bekannte und Freunde weiterleiten.

Der Bürgerdialog in Essen wird in Kooperation mit der Stadt Essen und ihrem Informationszentrum Europe Direct Essen, der Europa-Union Nordrhein-Westfalen mit ihrem Kreisverband Essen und den Jungen Europäischen Föderalisten Essen durchgeführt. Er ist Teil einer deutschlandweiten Reihe, die von vielen Partnern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unterstützt wird. Die Bürgerdialoge der Europa-Union Deutschland beteiligen sich an der aktuellen Befragung der Bürger durch die Bundesregierung zur Zukunft der EU. Als größte demokratisch verfasste und lokal verwurzelte Bürgerinitiative für Europa in Deutschland setzt sich die Europa-Union unabhängig und überparteilich für die europäische Einigung ein.

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Buchvorstellung: Arbeiterbewegung und Europa im frühen 20. Jahrhundert

Die Europa-Union Bochum lädt in Verbindung mit dem Förderverein des
Instituts für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum zur Vorstellung des Buches

Arbeiterbewegung und Europa im 20. Jahrhundert von Willy Buschak

ein, die am

Freitag, dem 6. Juli 2018 ab 15:00 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17-19 in Bochum

stattfindet.

Die sozialdemokratische Arbeiterbewegung bezeichnet sich selbst als eine der ältesten
und entschiedensten Befürworterinnnen der europäischen Einigung. Aber ist diese
Selbstzuschreibung gerechtfertigt? Und welche historischen Belege gibt es für dafür.

Diesen Fragen ist der Historiker Willy Buschak in den vergangenen Jahren nachgegangen und hat in zahleichen Archiven im In‐ und Ausland nach Spuren zur europapolitischen Positionierung der Arbeiterbewegung gesucht.  Gefunden hat er Hunderte von Artikel in der Partei‐ und Gewerkschaftsspresse, die forderten, gemeinsam die wirtschaftliche und
politische Zersplitterung des europäischen Kontinents zu überwinden. Arbeiterparteien, Gewerkschaften und Pazifisten setzten auf eine politische, wirtschaftliche und soziale Union Europas. In allen Ländern Europas führten Arbeiterbewegungen eine engagierte Diskussion über das „Für“ und „Wider“ der europäischen Einigung.

Die von Willy Buschak bearbeitete Quellensammlung dokumentiert diese Diskussionen
der europäischen Arbeiterbewegung über Europa umfassend und wir damit ein neues Licht auf die Vergangenheit, aber auch die Zukunft der Europäischen Union.

Begrüßung und Moderation

  • Prof. Dr. Jürgen Mittag, Vorsitzender der Europa‐Union Bochum
  • Dr. Wolfgang Jäger, Förderverein des Instituts für soziale Bewegungen

Vorstellung 

  • Franz Müntefering , Vizekanzler a.D., ehem. SPD‐Parteivorsitzender

Diskussion

  • Willy Buschak , Autor und Bearbeiter der Quellenedition
  • Axel Schäfer, MdB , Mitglied des Europaausschusses

Schlusswort

  • Prof. Dr. Stefan Berger, Vorsitzender Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets

Im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt, zu dem Sie ebenfalls herzlich eingeladen sind.

Das vorgestellte Buch ist im Klartext-Verlag erschienen externer Link.

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Ein Tag für Europa – Ein Abend für Europa

Traditionell feiert die Europa-Union Bochum in der Europawoche ihren Tag für Europa, an dem sie mit Aktionen auf Europa aufmerksam machen will und über Europa informieren will. In diesem Jahr begann der Tag für Europa mit einem Spielenachmittag in der Volkshochschule Bochum. Neben dem Bochum-Monopoly konnten ein Quartett „Italienreise“ und andere Spiel gespielt werden.

Europa spielt Europa

Am Nachmittag verlagerte sich der Fokus auf die Bühne am Konrad-Adenauer-Platz. Neben Musik des Duos Val’nTin und der Gruppe Just4fun wurde das Europabanner verliehen.

In diesem Jahr hatte der Vorstand beschlossen, das Banner der Hellweg-Schule aus Bochum-Wattenscheid zu verleihen.

Die Hellweg-Schule hat sich um den Titel „Europaschule in NRW“ beworben und die Voraussetzungen für die Zertifizierung geschaffen. Dazu gehören ein bilingualer Zweig, Austauschprogramme und die Teilnahme an europäischen Projekten und Wettbewerben. Neben den Auszeichnungen als „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ , „Sportschule NRW“ , „Eliteschule des Sports , Eliteschule des Fußballs“ konnte sie Ende 2016 in Düsseldorf vom NRW-Europaminister die Europafahne und den Titel der „Europaschule in NRW“ entgegennehmen.

Verliehen wurde das Banner an die anwesenden Lehrkräfte und Schüler durch die beiden Vorsitzenden, Lothar Gräfingholt und Prof. Dr. Jürgen Mittag

Verleihung des Europabanners

Mit der Verleihung des Banners reiht sich die Hellweg-Schule in die Riege der Schulen und Bildungseinrichtungen ein, die sich besonders für Europa einsetzen. Neben anderen Europaschulen, wie der Hildegardis-Schule wurden auch die Ausbildungswerkstatt der Adam Opel AG und der Master-Studiengang Europäische Kultur und Wirtschaft (ECUE) der Ruhr-Universität Bochum mit dem Banner geehrt.

Das Duo ValnTin auf der Bühne am KAP

Rock und Pop mit Just4fun

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Europatag an der Hildegardis-Schule

Anlässlich des Europatages hielt Prof. Dr. Jürgen Mittag am 1. Juni an der Hildegardis-Schule (Europaschule und Bannerträger) einen Vortrag zur aktuellen Situation in Europa. Den Bericht können Sie auf der Seite der Hildegardis-Schule nachlesen (externer Link).

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EU-Kommission startet Online-Umfrage

Alle Bürgerinnen und Bürger der EU können seit dem 9. Mai in einer Online-Konsultation der EU ihre Meinung sagen, welchen Weg Europa zukünftig einschlagen soll. Der Abschlussbericht wird den Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel 2019 vorgelegt.

Die gut 500 Millionen Europäer können in den nächsten Monaten im Internet ihre Meinung sagen, wie es mit der EU nach dem Brexit weitergehen soll. Die EU-Kommission stellte dazu am Mittwoch einen Online-Fragebogen mit zwölf Themen vor, darunter Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsstaaten, Zuwanderung oder Bildung.

„Angesichts der bevorstehenden Europawahlen ist es an der Zeit zu entscheiden, wie die zukünftige Europäische Union mit 27 Mitgliedstaaten aussehen soll“, sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch in Brüssel. „Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem die Europäer sich Gehör verschaffen und laut und deutlich sagen können, welche Themen sie bewegen und wie sie diese gern von den verantwortlichen Politikern vertreten wüssten.“

Hier geht es zur Umfrage (bitte den Link anklicken) externer Link

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Ein Tag für Europa in Bochum am 11. Mai 2018

Schon über 20 Mal hat die Europa-Union Bochum Bildungseinrichtungen am Europatag das Euro­pabanner verliehen, mit dem sie den Einsatz für Europa im Unterricht oder besondere schuli­sche auf Europa bezogene Aktivitäten ehrt. Preisträger sind ein Studiengang der Ruhr-Universität, Gymnasien, Haupt-, Grund und Förderschu­len. In diesem Jahr wird das Banner der Hellweg-Schu­le, einer „Europaschule in NRW“, verliehen.

Begleitet wird in diesem Jahr der Tag für Europa (der eigentlich Teil der Europawoche ist) mit zu­sätzlichen Aktivitäten, die am Abend des 11. Mai ihren Schlusspunkt auf der Bühne am Konrad-Ade­nauer-Platz im „Bermudadreieck“ mit der Verleihung des Banners finden werden.

â–º Europa-Spielenachmittag ab 15:00 Uhr

Per Quartett durch Italien reisen?

Das Bochum-Monopoly spielen?

Ein Brettspiel aus Spanien spielen?

Treffen Sie sich mit anderen Menschen, tauschen Sie sich aus! In Kooperation mit der Gesellschaft cicuit (Deutsch-Italienische Gesellschaft), der DFG Ruhr (Deutsch-Französische Geslleschaft), den Freunden der Städtepartnerschaft Bochum-Oviedo, der Gesellschaft Bochum‑Doenzk und der JEF (Junge Europäische Föderalisten) besteht die Möglichkeit, gemeinsam Spiele aus anderen Ländern zu spielen und sich auszutauschen.

Die Veranstaltung findet im Foyer der VHS Bochum im Bildungs- und Verwaltungszentrum statt.

â–º Ein Abend für Europa ab 18:30 Uhr

Verleihung des Europabanners an die Hellweg-Schule

Musik mit Val’n TIN (französische Popmusik)

Gespräche rund um Europa

Musik mit Just4fun

Wir feiern einen Abend für Europa auf der Bühne am Konrad-Adenauer-Platz (Bermudadreieck)!

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Bochumer Europa-Union erläutert neue EU-Datenschutz-Grundverordnung

von Benjamin Legrand

Alle Bochumer über 60 Jahre, bei der Stadt beschäftigt, Interesse für den VfL: Wo wohnen die? Die Adressen dieser Zielgruppe zu bekommen ist kein Problem. „Wenn man den Preis bezahlt, bekommt man alle Daten, die man haben möchte“, sagt Dennis Radtke, Europaabgeordneter der CDU aus Bochum. Ein abschreckendes, aber heute schon ganz reales Beispiel für die Datennutzung. Durch die Digitalisierung nimmt die Sammlung und Verwendung von persönlichen Daten weiter zu. Mehr Schutz für die Bürger soll ab dem 25. Mai 2018 die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU sorgen. Doch nur wenige Bochumer Bürger, Firmen oder Vereine wissen, welche Folgen und welchen Nutzen das hat. Das zeigte auch die Diskussion zum neuen Datenschutz, zu dem die Bochumer Europa-Union am Dienstag ins Haus der Geschichte des Ruhrgebiets geladen hatte.

Viele Fragezeichen erkannte Radtke: „Nicht jeder Verbraucher wird sich jetzt die AGBs durchlesen“, sagte der Abgeordnete: „Aber es geht darum, den Verbraucher zu sensibilisieren.“

Dass der Datenschutz weiterhin viele Lücken aufweise, machte der ehemalige Datenschutzbeauftragte der Stadt Bochum, Reinhold Karn, deutlich. Immerhin gäbe es bei Datendiebstählen konkret mehr Sicherheit für Verbraucher. „Heute wird eine geknackte Datenbank von vielen Unternehmen noch eher unter den Tisch fallen gelassen“, sagte Karn. Zukünftig müssen solche Vorfälle der Aufsichtsbehörde gemeldet werden.

Der größte Pluspunkt: „Es gibt jetzt einen einheitlichen europäischen Rechtsrahmen, das ist gut“.

Dass bedeutet für Unternehmen, dass sie ihre Datenschutzrichtlinien überprüfen müssen. Auch Vereine in Bochum müssen ihre Beitrittserklärungen anpassen. Anbieter dürfen nur noch minimale persönliche Daten von Bürgern abfragen, wenn diese sich zum Beispiel für einen Newsletter anmelden wollen. Stärker als zuvor müssen Bürger der Nutzung ihrer Daten ausdrücklich zustimmen. Praktisch heißt das beim Ausfüllen von Infobögen im Netz: „Man muss häufiger einen Haken im Kästchen setzen, bis jetzt muss man oft ein gesetztes Häkchen bewusst wegklicken“, erklärte Markus Thürmann, Geschäftsführer der Jungen Europäischen Föderalisten NRW.

Dass Europa mit dem neuen Datenschutz auch indirekt auf Internetkonzerne und andere Länder wie die USA einwirke, betonte Thürmann: „Eine Erhöhung der Standards in Europa führt zu einer Erhöhung der Standards in der ganzen Welt.“ Und davon profitiert dann wiederum auch der Bürger in Bochum.

Die Veranstaltung war Ausdruck der Aktivitäten der Bochumer Europa-Union, die mit ihren Veranstaltungen die Auswirkungen der Europapolitik vor Ort veranschaulicht.

Podiumsdiskussion mit v.l. Jürgen Mittag (Europa-Union), Dennis Radtke (MdEP, CDU), Reinhold Karn und Markus Thürmann (JEF)

 

Am Rednerpult Reinhold Karn, der langjährige Datenschutzbeauftragte der Stadt Bochum referierte zur neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung.

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