Podiumsdiskussion der Europa-Union Bochum zur Bundestagswahl 2025

Am 11. Februar 2025 fand im Bochumer Haus der Geschichte eine lebendige Podiumsdiskussion mit vier Bochumer Direktkandidierenden zur Bundestagswahl 2025 statt, die sich intensiv mit zentralen Themen der kommenden Bundestagswahl auseinandersetzte: Unter dem Motto „Deutschland wählt, Europa zählt – Europa und Internationales im Blickfeld der Bochumer Bundestagsdirektkandidaten/innen“ diskutierten Leon Beck (FDP), Max Lucks (Die Grünen), Fee Roth (CDU) und Serdar Yüksel (SPD) ihre Positionen und Visionen zur Rolle Deutschlands in europapolitischen und internationalen Fragen.

Die anwesenden Kandidaten (v.l.n.r.): Fee Roth (CDU), Serdar Yüksel (SPD) und Leon Beck (FDP) mit dem Moderator Dr. Mittag. Max Luks war online zugeschaltet.

Die gut besuchte Veranstaltung, moderiert von Jürgen Mittag, bot den Anwesenden vielfältige Einblicke in die aktuellen politischen Debatten. Vom Ukraine-Krieg über die Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen und den Klimaschutz bis hin zu sozialen Gerechtigkeitsfragen – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lieferten fundierte Einsichten und kontroverse Standpunkte zu den drängendsten Themen unserer Zeit.
Während im Hinblick auf die Haltung gegenüber USA, Russland und China ein außenpolitischer Grundkonsens deutlich wurde, zeichneten sich bei Asyl- und Migrationsfragen deutliche Unterschiede im Hinblick auf politische Strategien und Präferenzen ab. Ungeachtet der Vielfalt der vertretenen Meinungen und der Tiefe der Diskussionen zeigte sich aber auch, dass die politische Landschaft in Bochum nicht nur lebendig und vielschichtig ist, sondern auch einen fairen und sachlichen Diskussionsstil pflegt.

Die Veranstaltung zog ein breites Publikum an, darunter politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft, die sich in der zweiten Hälfte der Veranstaltung rege an der Diskussion beteiligten.

Die Organisatoren der Europa-Union zeigten sich mit dem Verlauf und der Resonanz der Veranstaltung sehr zufrieden. Sie betonten die Bedeutung von öffentlichen Foren für den demokratischen Diskurs und die transparente Darstellung europapolitischer Konzepte.

„Das große Interesse an unserer Veranstaltung lässt auf eine hohe Wahlbeteiligung hoffen. Das wäre ein Gewinn und eine Bestätigung für unsere lebendige Demokratie“ betonten Jürgen Mittag und Lothar Gräfingholt, die beiden Vorsitzenden der Europa Union Bochum.

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Kamingespräch mit Tobias Cremer, MdEP am 7. Januar 2025

Dr. Tobias Cremer

Am 7. Januar 2025 fand im Bochumer Haus der Geschichte einmal mehr ein „Kamingespräch“ mit einem Europaabgeordneten statt, diesmal mit dem neu ins Europäische Parlament gewählten Bochumer Sozialdemokraten Tobias Cremer.

Unter dem Motto “ Nach den EP-Wahlen und der Kommissionsinvestitur: Chancen für mehr Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit in der Europäischen Union?“ informierte und diskutierte Tobias Cremer rund zwei Stunden lang über und zu aktuelle(n) europapolitische(n) Themen und Herausforderungen.

Stand im ersten Teil des Kamingesprächs die Europawahl 2024 und die im Dezember 2024 erfolgte Ernennung der neuen Europäischen Kommission aus Sicht der S&D-Fraktion im Blickfeld, so rückten im zweiten Teil dann die Handlungsfelder von Tobias Cremer in Fraktion und im Ausschuss in den Mittelpunkt. Mit seiner Funktion im Auswärtigen Ausschuss des EP und seiner umfassenden außenpolitischen Expertise eröffnete Tobias Cremer spannende Einblick in aktuelle Konfliktfelder europäischer Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik und skizzierte zugleich potenzielle Strategien und Lösungsvorschläge.

Dr. Jürgen Mittag und Dr. Tobias Cremer

Besonders Interesse weckten seine jüngsten Besuche mit einer EP-Delegation in das von turbulenten politischen Debatten geprägte Georgien.
Die anwesenden Mitglieder der Europa-Union nahmen ebenso wie die Gäste zahlreiche Impulse aus der Veranstaltung, nicht zuletzt auch mit Blick auf den zentralen Krisenherd Ukraine-Krieg.


Als nächste Veranstaltung dieser Reihe ist ein Gespräch mit Dennis Radtke geplant, der als EVP-Abgeordneter Bochum in Brüssel und Straßburg vertritt.

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Veranstaltungshinweis

Am Dienstag, dem 18.Februar 2025, ab 19.00 Uhr laden das Europe Direct Zentrum Dortmund und die Deutsch-Französischen Gesellschaft in das Gebäude der Auslandsgesellschaft Steinstr.48 in Dortmund zu eine Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussion ein.

Das Thema lautet:

„Am Rande des Zusammenbruchs? Frankreich in Zeiten wachsender Instabilität“

Referent ist Dr. Landry Charrier, Leiter der Deutsch-Französischen Zeitschrift dokdoc. Dr. habil. Landry Charrier studierte an den Universitäten von Nantes und Düsseldorf.

In Frankreich ist die Stimmung getrübt. Nach der umstrittenen Auflösung der Nationalversammlung im Juni 2024 wurde die durch schwierige Mehrheitsverhältnisse mühsam gebildete erste Regierung nach knapp drei Monaten durch ein Misstrauensvotum gestürzt.

Die Veranstaltung ist nicht nur eine Präsenzveranstaltung, sondern die Teilnahme ist auch hybrid möglich. Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich, danach erhalten Sie auch die Zugangsdaten für eine online-Teilnahme. Bitte klicken Sie hier, um eine Mail zur Anmeldung zu schreiben.

Hinweis: Das Gebäude der Auslandsgesellschaft (Steinstraße 48) befindet sich unmittelbar hinter dem Hauptbahnhof (Richtung Norden), neben dem CineStar IMAX Dortmund). Somit ist eine problemlose Anreise mit der Deutschen Bahn möglich.

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Podiumsdiskussion mit Bochumer Bundestagskandidaten/innen am 11.2 2025

Am 23. Februar 2025 findet die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag statt. Die Europa-Union Bochum möchte mit Ihnen in einer Podiums- und Publikumsdiskussion die Positionen der Bochumer Kandidatin und Kandidaten zu europapolitischen Fragen in Erfahrung bringen. Die Bundestagswahl entscheidet auch darüber, wie eine neue Bundesregierung ihr „Gewicht“ von 19% der Stimmen im Rat der EU einsetzt, wenn die EU Entscheidungen trifft.

Mit dem Thema

„Deutschland wählt, Europa zählt – Europa und Internationales im Blickfeld
der Bochumer Bundestagsdirektkandidaten/innen“

haben wir

  • Leon Beck (FDP),
  • Max Lucks (DIE GRÜNEN),
  • Fee Roth (CDU) und
  • Serdar Yüksel (SPD)

eingeladen.

Moderiert durch Jürgen Mittag (Europa-Union Bochum) wollen wir dies am

Dienstag, 11. Februar 2025, ab 18.00 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17-19, 44789 Bochum

herausfinden.

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5 Jahre nach dem Brexit

Heute vor fünf Jahren ist das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union ausgetreten. Vorausgegangen waren langwierige Verhandlungen, welche durch das das am 24. Januar 2020 unterzeichnete Austrittsabkommen beendet wurden. Das Abkommen regelt die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich.

Entgegen den „vollmundigen“ Versprechen der Brexiteers haben sich die Lebensverhältnisse der Bürger nicht entscheidend verbessert, viele sind sogar der Meinung, dass sich die Verhältnisse verschlechtert haben.

Vielleicht kann man heute die Hoffnung haben, dass in naher Zukunft eine Annäherung erfolgt und irgendwann wieder Beitrittsverhandlungen aufgenommen werden. Dazu muss die Europäische Union aber durch eine starke Einheit überzeugen und auch klar machen, dass die Sonderwege der letzten Jahrzehnte* nicht mehr dazu gehören können. Als überzeugter Europäer würde ich mich freuen, wenn das Vereinigte Königreich wieder „dabei“ wäre!

Reinhold Karn

  • zu erinnern wäre an den Spruch von Margaret Thatcher: „Iwant my money back“

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Spinelli Group stellt PROJEKT 27 vor

Am 21. Januar stellte die Spinelli Group (s. Anmerkung unter dem Text) ihre ambitionierte Initiative „Projekt 27“ vor. Die interfraktionelle föderalistische Gruppe im
Europäischen Parlament fordert eine EU-Vertragsreform in allen 27
Mitgliedstaaten bis 2027 sowie weitere Maßnahmen zur Stärkung der
Europäischen Union angesichts einer veränderten Weltlage. Sie will damit dem
Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach einer effizienteren und
reaktionsfähigeren Europäischen Union nachkommen, wie sie auch die Konferenz
zur Zukunft Europas verlangt hatte.

Auf der Pressekonferenz hob der Vorstand, vertreten durch den Vorsitzenden
Lukas Mandl (EVP) und die Vorstandsmitglieder Gabriele Bischoff (S&D),
Daniel Freund (Grüne/EFA), Nikolas Farantouris (Linke) und Sandro Gozi
(Renew Europe), mehrere ehrgeizige Prioritäten hervor, darunter:

  • Änderung der Entscheidungsfindung: Reduzierung des
    Einstimmigkeitsprinzips, um eine schnellere, solidere und kohärentere
    Entscheidungsfindung zu ermöglichen.
  • Stärkung der Sicherheit: Ausbau der europäischen
    Sicherheitsfähigkeiten in Ergänzung zur NATO.
  • Wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit: Verbesserung der Regulierung,
    Förderung strategischer Investitionen, Förderung von Bildung und Innovation
    sowie Bewältigung demografischer Herausforderungen, um eine robuste
    Erwerbsbevölkerung aufzubauen.
  • Unterstützung für die Ukraine: Sicherstellung einer nachhaltigen
    militärischen und finanziellen Unterstützung für die Ukraine und
    Einbeziehung von EU-Akteuren in die Wiederaufbaubemühungen.
  • Demokratischer Fortschritt: Entwicklung und Stärkung der
    europäischen demokratischen Strukturen.
  • Bereit für die Erweiterung: Vorbereitung der Europäischen Union auf
    den Beitritt neuer Mitgliedstaaten.

Anmerkung:

Benannt nach Altiero Spinelli, dem Gründer der Union Europäischer Föderalisten (UEF) und einem der Gründerväter der europäischen Integration, wurde die Spinelli-Gruppe im September 2010 im Europäischen Parlament in Brüssel von dem Europaabgeordneten Guy Verhofstadt (RENEW), den ehemaligen Europaabgeordneten Daniel Cohn-Bendit und Sylvie Goulard sowie der ehemaligen Vizepräsidentin des EP Isabelle Durant gegründet.

Die Gruppe besteht aus Europaabgeordneten verschiedener politischer Familien, die das Ziel einer föderalen Reform der Europäischen Union verfolgen.

Lukas Mandl, Europaabgeordneter der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament, ist seit Oktober 2024 der aktuelle Präsident der Spinelli-Gruppe.

Weitere Informationen zur Spinell Group finden Sie auf der Webseite externer Link zur Seite der Spinelli Group.

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Gorizia und Nova Gorica – Kulturhauptstadt Europas 2025

Wie Sie vielleicht beim Blick auf unsere Links auf der rechten Seite festgestellt haben, sind die beiden Städte Gorizia und Nova Goricia im Jahr 2025 Kulturhauptstadt Europas. Das erscheint auf den ersten Blick unlogisch, da in den vorherigen Jahren immer nur zwei Städte Europas diesen Titel für ein Jahr getragen haben. Zusammen mit der deutschen Stadt Chemnitz hätten wir dann aber drei Kulturhauptstädte im Jahr 2025!

Seit 1985 verleiht die Europäische Union den Titel der Kulturhauptstadt Europas (bis 1998: „Kulturstadt Europas“). Ab dem Jahr 2001 erhalten meist zwei Städte den Titel, was ab 2007 zur Regel wurde.

Gorizia und Nova Gorica liegen „auf“ der Grenze zwischen Italien und der Slowakei. Die Ursprünge von Gorizia gehen auf das Jahr 1000 zurück, als die Stadt unter der Herrschaft der Grafen von Görz gegründet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Kontrolle über die Region mehrfach. Sowohl die Habsburger als auch die Franzosen sowie Österreich-Ungarn hinterließen ihre Spuren. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Region italienisch, und Gorizia erhielt seinen heutigen Namen. Der Zweite Weltkrieg brachte eine neue Grenze mit sich: Während Gorizia italienisch blieb, entstand mit Nova Gorica eine neue Stadt auf jugoslawischem Boden.

Der Slogan „Auf dem Weg zu offenen Grenzen, GO! Grenzenlos“ (im Original „Towards open boundaries, GO! Borderless“ symbolisiert daher die Überwindung trennender Grenzen. Die Aussage „Nova Gorica and Gorizia share the same commitment: being the European Capital of Borderless Culture“ (deutsch: „Nova Gorica und Gorizia haben das gleiche Ziel: Europäische Hauptstadt der grenzenlosen Kultur zu sein“) unterstreicht dies.

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