Europabanner 2012 geht an die Erich-Kästner-Schule

Der Vorstand der Europa-Union Bochum hat beschlossen, das Europabanner im Jahr 2012 an die Erich-Kästner-Schule zu verleihen. Die Erich-Kästner-Schule (EKS) hat zur Zeit eine aktive Schulpartnerschaft zur Tapton School in Sheffield, die in der Form eines Schüler­betriebspraktikums durchgeführt wird. Außerdem besteht eine Verbindung zum Istituto Bertacchi in Lecco (Italien), eine Verbindung zu einer Schule in St. Malo (Frankreich) wird zur Zeit aufgebaut. Die EKS hat bereits an zwei Comenius-Projekten teilgenommen, an dem Partnerschulen in Lecco (Italien), Rybnik (Polen), Mazamet (Frankreich), Santiago de Compostela (Spani­en), Slavkov u Brna (CSR), Sheffield (Großbritannien) und Adana (Türkei) beteiligt waren. In diesem Jahr läuft die Bewerbung um ein weiteres Comenius-Projekt, das durch die EKS geleitet wird.

Die Verleihung des Europabanners wird am 14. Mai, ab 14:45 erfolgen. Als Gast erwarten wir die Mi­nisterin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW, Frau Dr. Schwall-Düren. Sie sind herzlich eingeladen, der Verleihung beizuwohnen!

Die Erich-Kästner-Schule liegt an der Markstraße/Stiepler Str.. Hier der Lageplan:


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Das neue Grundsatzprogramm der Europa-Union Deutschland

Seit Ihrer Gründung 1946 setzt sich die Europa-Union für das Europa der Bürger ein. Dabei definiert das „Hertensteiner Programm“ auf wenig mehr als einer Seite die Ziele. Bei dem diesjährigen Bundeskongress will die Europa-Union ein neues Grundsatzprogramm verabschieden, welches die zukünftige Arbeit und Ausrichtung prägen wird. Wir wollen in Kooperation mit dem Kreisverband Herne der Europa-Union und mit allen Interessierten darüber diskutieren, wie die Zukunft Europas aussehen soll und welche Punkte daher in das Programm gehören. Die Veranstaltung findet am 21. März ab 19:00 Uhr in der Gaststätte Zille, Willi-Pohlmann-Platz 1, 44623 Herne statt. Referent ist der Ehrenvorsitzende der Europa-Union, Landesverband Nordrhein-Westfalen, Dr. Heinrich Hoffschulte.

Hier die Lage im Stadtplan. Sie erreichen den Veranstaltungsort mit der U35 (Haltestelle “Kreuzkirche”):


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“Der geschenkte Tag” – Tagesfahrt der Europa-Union am 29. Februar

2012 ist ein sogenanntes Schaltjahr mit einem zusätzlichen Tag am 29. Februar. Diese Regelung verdanken wir dem gregorianischen Kalender, den Papst Gregor der XIII. 1582 unter Mitwirkung von Experten wie Nikolaus Kopernikus eingeführt hat und nach dem wir auch heute noch unsere Zeit berechnen. Die EUROPA UNION BOCHUM lädt ein, diesen Tag nicht zu “verschenken“, sondern bei einer Busfahrt die nähere Heimat zu erkunden.

Ein qualifizierter Reiseführer des Regionalverbandes Ruhr wird uns begleiten. Geplante Stationen sind die Weltkulturerbe-Zeche Zollverein. (Außenbesichtigung). Dann begeben wir uns auf die Spuren einer Industrie-Dynastie und besuchen die neue Krupp-Thyssen Hauptverwaltung, bevor wir uns im Süden die Villa Hügel und die Siedlung Margarethenhöhe ansehen. Weitere Ziele sind nicht ausgeschlossen. Da verlassen wir uns auf unsere fachliche Begleitung. Im Kloster Kamp am Niederrhein besteht die Gelegenheit zum Mittagsimbiss.

Der Preis beträgt 29,29 €. Weitere Infos zur Fahrt bei unserem stellvertretenden Vorsitzenden, Karl-Josef Schiffer, unter  der Telefonnummer (0234) 35 83 93.

Griechenland braucht eine Perspektive

Pressemitteilung des Präsidenten der Europa-Union Deutschland, Rainer Wieland MdEP vom 13.02.2012:

„Ein griechischer Staatsbankrott muss verhindert werden, Griechenland muss im Euro bleiben“, zeigt sich der Präsident der Europa-Union Deutschland, Rainer Wieland, überzeugt. „Wenn wir es zulassen, dass das Land aus der Eurozone herausfällt, dann werden die wirtschaftlichen und sozialen Folgen in Griechenland so sein, dass eine nie zuvor dagewesene antieuropäische Stimmung mehrheitsfähig wird.“ Wieland befürchtet, dass ein Scheitern der Rettung Griechenlands unabsehbare Folgen auch für den Zusammenhalt der Europäischen Union haben könnte. Darüber hinaus werde sich der Druck der Finanzmärkte auf das nächstschwächere Glied in der Kette der Euro-Staaten verlagern, sollte Griechenland aus dem Euro ausscheiden.

„Es sind doch längst mit Kreditausfallversicherungen Wetten auf das Scheitern der Griechenland-Rettung abgeschlossen worden“, sagt Wieland. „Da versuchen sich obskure Kräfte, so genannte Finanzeliten, auf Kosten von Millionen Menschen zu bereichern. Dem müssen wir in Europa sobald als möglich einen Riegel vorschieben“, so der EUD-Präsident. „Sollte Griechenland fallen, werden die Spekulanten sich auf Portugal stürzen, und dann geht das immer weiter so. Wir dürfen diesen Dominoeffekt nicht zulassen.“ Ein Staatsbankrott sei aufgrund seiner unkalkulierbaren Folgen unbedingt zu vermeiden. „Natürlich kostet das Geld, wenn wir etwas tun. Aber die Frage ist, wie viel es kostet, wenn wir nichts unternehmen“, so Wieland.
Der EUD-Präsident sorgt sich zudem, dass ein griechischer Staatsbankrott und das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone unabsehbare politische Folgen hätten. „Wenn wir diese Negativentwicklung erlauben, werden die Menschen in Athen und in Thessaloniki sagen: Das haben wir Europa zu verdanken.“ Wieland befürchtet, dass in der Region ein gefährlicher Krisenherd entstehen könnte, wenn das Land im Chaos versinkt. „Die Griechen müssen jetzt Einschnitte hinnehmen und für eine bessere Zukunft hart arbeiten. Das ist richtig. Wir dürfen sie aber nicht ohne Perspektive lassen. Sonst setzen wir all das aufs Spiel, was Europa als Stabilitätsgemeinschaft ausmacht. Sparprogramme allein werden das Feuer nicht löschen können“, so Wieland. Europa sei nicht nur ein wirtschaftlicher Zusammenschluss, sondern längst auch eine Schicksalsgemeinschaft.”

Studienreise nach Potsdam

Vom 13. bis zum 17. Juni führt die Europa-Union Bochum in Zusammenarbeit mit der MitReisen eK eine Studienreise nach Postdam durch. Das ausführliche Programm der Reise können Sie hier nachlesen . Anmeldungen richten Sie bitte an unser Vorstandsmitglied Karl-Josef Schiffer.

Rundschreiben des Bundesverbandes der Europa-Union Deutschland

Ein Wort zum Jahresanfang: Chancen und Herausforderungen 2012

Das Jahr 2012 wird ein weiteres Krisenjahr für Europa sein. Dies vorauszusagen, bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten. Denn die Währungsunion ist noch nicht stabilisiert, auch wenn die Staats- und Regierungschefs im Dezember wichtige Weichenstellungen für eine Fiskalunion vorgenommen haben. Die Krisendynamik lässt weitere ad hoc Gipfeltreffen als wahrscheinlich erscheinen. Die Gefahr einer Desintegration der Eurozone ist keineswegs gebannt. Freilich liegt gerade in dieser Gefahr die Chance einer weiteren Integrationsvertiefung, die doch zunächst, nach der mühsamen Ratifizierung des Lissabonner Vertrags und dem vorhergegangenen Scheitern des Verfassungsvertrags, in weite Ferne gerückt zu sein schien. Heute ist aber den allermeisten Verantwortlichen in Europa klar: Wenn man nicht will, dass sich Bindungen lösen, muss man sie enger knüpfen. Was kann, was soll die überparteiliche Europa-Union als größte proeuropäische Vereinigung Deutschlands dazu beitragen? Indem wir entschieden dafür eintreten, den vor allem geld- und wirtschaftspolitisch geführten Diskurs auf eine inhaltlich breitere Grundlage zu stellen. Denn richtig bleibt, dass der Euro nicht scheitern darf – Europa ist aber mehr als der Euro! Die europäische Einigung ist ein offener Prozess und gerade deshalb Teil der Lösung und nicht des Problems. In Zeiten, in denen eine diffuse Verunsicherung um sich greift und wirtschaftliche Zentrifugalkräfte den europäischen Zusammenhalt gefährden, gilt es in Erinnerung zu rufen, was Europa eigentlich ausmacht. Der gemeinsame Schatz der Europäer besteht nicht nur aus dem europäischen acquis, der gemeinsamen Währung, der Reisefreiheit, der Möglichkeit, sich überall in der Union dauerhaft oder vorübergehend niederzulassen; er besteht nicht allein in den Institutionen der Europäischen Einigung. Der gemeinsame Schatz der Europäer ist vor allem kultureller und identitätsstiftender Natur. Alle Europäer teilen die Erfahrung der Katastrophen, die über Jahrhunderte aus hegemonialem Streben, politischer Tyrannei und religiöser Intoleranz resultierten. Das gemeinsame Haus Europa ist ein Ort der Freiheit und der Toleranz, des Nichtabsoluten. Es zeichnet sich aus durch die Verschiedenheit seiner Bewohner, eine Verschiedenheit, die nicht trennt, sondern vereint. Demokratie, Pluralismus, Bürger- und Menschenrechte, die Rede-, Meinungs- und Glaubensfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und sozialer Zusammenhalt bilden den Kitt, der Europa zusammenhält. Sie bilden unsere europäische Identität. Sie ist längst Wirklichkeit. Sie muss wieder stärker in das Bewusstsein der Europäerinnen und Europäer gehoben werden. Mit 17.000 Mitgliedern gehen wir in dieses für Europas Zukunft wichtige, vielleicht entscheidende Jahr. Unsere Mitglieder sind unsere Stärke. Mit ihnen wollen wir überall in Deutschland, auf Bundes-, Landes- und Kreisebene, für diese europäische Identität werben. Der Bundesverband der überparteilichen Europa-Union wird auch in 2012 alles daran setzen, den europapolitischen Diskurs in Deutschland durch eigene Aktionen und Beiträge mit zu prägen. Gerade wenn in den Eliten eine gefährliche, das Einigungswerk auf die Ökonomie einengende Europamüdigkeit um sich greift, gilt es gegenzuhalten. Dazu gehört auch, die bestehenden Verbindungen zu europäischen Föderalisten in anderen EU-Staaten auszubauen und zu intensivieren, um auch die grenzübergreifend identitätsbildende Europakommunikation zu stärken. Das neu gewählte Präsidium wird sich in diesen Tagen konstituieren und im Rahmen einer Klausurtagung das Arbeitsprogramm für eine Amtszeit skizzieren, die uns bis an den Vorabend der nächsten Europawahlen führen wird. Mit der Diskussion über unser Grundsatzprogramm, die beim Bundeskongress in Düsseldorf ihren Abschluss finden wird, wollen wir die Aufbruchstimmung, die unseren Verband erfasst hat, stärken und ihren Schwung auch für neue Projekte nutzen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und wünschen Ihnen alles Gute für das noch junge Jahr 2012.

Rainer Wieland

Präsident

Christian Moos

Generalsekretär

Europa-Union Deutschland

Sophienstr. 28/29

D – 10178 Berlin

Tel. +49 – (0)30 – 3036201-32

Fax +49 – (0)30 – 3036201-39

Weihnachts- und Neujahrsgruß