Jahreshauptversammlung & Jahresabschluss

Hiermit möchten wir die Mitglieder der Europa-Union Bochum ganz herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung einla­den, die am

Mittwoch, dem 14. Dezember 2016, um 17:00 Uhr

im Kirchenfoyer, Huestr. 15, Bochum, stattfindet.

Anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union am 10. Dezember 2012 treffen wir uns in dieser Zeit mit den Mitgliedern der Partnerschaftsgesllschaften unter einem Motto, welches sich mit dem Frieden beschäftigt.

Ab 18:00 Uhr möchten wir unter dem Motto

„Licht- Friedenslicht“ Frieden: Gefällt mir – ein Netz verbindet „alle Menschen guten Willens“

gemeinsam dieses Jahr friedlich ausklingen lassen.

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Keine Zusammenarbeit mit Antieuropäern – Europa-Union positioniert sich zur Alternative für Deutschland (AfD)

Das Präsidium der Europa-Union Deutschland hat am vergangenen Wochenende einen Unvereinbarkeitsbeschluss zur Alternative für Deutschland und ihrer Jugendorganisation Junge Alternative (JA) gefasst:

„Demokratische Auseinandersetzung ja – Zusammenarbeit und Mitgliedschaft nein. Am Wochenende verabschiedete das Präsidium der Europa-Union Deutschland einen Unvereinbarkeitsbeschluss zur Alternative für Deutschland und ihrer Jugendorganisation Junge Alternative (JA). „Die AfD ist eine nationalistische, fremdenfeindliche und antieuropäische Partei“, so die überparteiliche Europa-Union. Damit stünde sie gegen alles, wofür sich die Europa-Union Deutschland einsetze.

Als gemeinnütziger Verein sei die Europa-Union offen für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich zu ihren Zielen bekennen. Sie stehe keiner Partei nahe, sondern verbinde Menschen unterschiedlicher politischer Gesinnung und Herkunft wie auch parteipolitisch Ungebundene. Dennoch sei die Europa-Union trotz ihrer Überparteilichkeit politisch nicht neutral. Sie setze sich ein für ein freiheitliches, weltoffenes, pluralistisches, solidarisches und werteorientiertes Europa, das auf demokratischem Wege die Vereinigung zu einem föderalen Bundesstaat anstrebt. Die Unvereinbarkeit der Ziele von AfD/JA und Europa-Union stehe jedweder Form von politischer Zusammenarbeit entgegen.

Eine gleichzeitige Mitgliedschaft in der Europa-Union und der AfD oder ihrer Jugendorganisation sei daher nicht möglich. Das Präsidium empfiehlt den Gliederungen der Europa-Union, keine AfD-/JA-Mitglieder aufzunehmen beziehungsweise Mitglieder, die den beiden Organisationen beigetreten sind, in einem ordentlichen Verfahren auszuschließen. Dennoch sollten sich Repräsentanten der EUD dem Dialog mit demokratisch gewählten Mandatsträgern der AfD nicht verweigern, so das Präsidium. In der demokratischen Auseinandersetzung müsse dabei immer klar sein, dass es für die Europa-Union keine Gemeinsamkeiten mit der AfD gebe. Deutsche Sonderwege, die fortführten von Europa, betrachtet die Europa-Union als schlechte Alternative für Deutschland und gefährliche Irrwege.

Für die Europa-Union ist die AfD ein politischer Gegner, den es mit demokratischen Mitteln zu bekämpfen gilt. Mit den in die Parlamente gewählten Vertretern der AfD will sie sich hart auseinandersetzen. Bei denen, die diese Partei gewählt haben, will sie für die europäische Sache, Weltoffenheit und Toleranz werben.“

Den Wortlaut des Beschlusses finden Sie als pdf-Datei hier zum nachlesen.

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Alte und neue „Handschläge“

 

Alte und neue Handschläge: Sozialdemokratische und christdemokratische Europabilder in Vergangenheit und  Gegenwart

Vorträge und Diskussion mit Prof. Dr. Manfred Dammeyer und Prof. Dr. Wilfried Loth

In Kooperation mit der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets lädt die Europa-Union Bochum zu dieser Veranstaltung ein, die am 15. November, ab 18:00 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17-19, 44789 Bochum, stattfindet.

Willy Brandt war als Flüchtling in Stockholm als Journalist und Schriftsteller aktiv für seine beiden Vaterländer: für die Befreiung Norwegens von deutscher Besatzung und für „das andere“, das demokratische und sozialistische Deutschland in einem zukünftigen geeinten Europa in einer friedlichen Welt. Er entwickelte ebenso wie Sozialdemokraten und  Christdemokraten andernorts Bilder der Zukunft, indem er u. a. mit der Zeitschrift „Håndslag“ Überlegungen für demokratische Erziehung, für das Zusammenleben der  Menschen und Staaten in Europa und für Wirtschaftsbeziehungen und Nachhaltigkeit in einer Welt nach dem Kolonialismus konzipierte.

Vorstellungen und Bilder von Europa haben nicht nur im Zuge des Kriegsendes und der  1940er Jahre eine zentrale Rolle gespielt, sondern prägen auch die gegenwärtige Wahrnehmung des Kontinents. Heute ist Europa in der vielleicht stärksten Krise seiner  Geschichte seit den 1940er Jahren. Brexit, Flüchtlingsproblematik und ein Anstieg rechtspopulistischer EU‐skeptischer Stimmen stellen das Projekt Europa nachhaltig in Frage.

In dieser Situation wollen wir nach historischen Antworten fragen, die in der Geburtsstunde  der EU nach dem Zweiten Weltkrieg auf eine noch stärkere Krisensituation gegeben wurden.  Als Europa 1945 in Schutt und Asche lag, schrieben beherzte Antifaschisten auch  von ihren Vorstellungen eines zukünftigen Europas. Das gilt sowohl für Sozial‐ als auch für  Christdemokraten. Wir wollen im Gespräch mit zwei der profiliertesten Kenner dieser  Geschichte über diese historischen Antworten, ihre heutige Aktualität und die Frage  sprechen, ob es in Europa eines neues „Handschlages“ bedarf.

Prof. Dr. Manfred Dammeyer, früher Landtagsabgeordneter, NRW‐Minister für  Bundes‐ und Europaangelegenheiten, Präsident des Europäischen Ausschusses der  Regionen, Fraktionsvorsitzender, gehörte dem Europäischen Verfassungskonvent an, lehrt  seit 1978 Politikwissenschaft. Er publizierte „Handschlag: Eyvind Johnson – Torolf Elster –  Willy Brandt und ihre Widerstandszeitung aus Schweden für das von den  Nationalsozialisten besetzte Norwegen“, Marburg 2015.

Prof. Dr. Wilfried Loth, langjähriger Lehrstuhlinhaber an der Universität Duisburg‐Essen  und ausgewiesener Experte zu den Forschungsfeldern Geschichte der europäischen  Integration sowie Geschichte des Katholizismus und des Sozialismus. Zahlreiche viel  beachtete Publikationen zur Zeitgeschichte, darunter zuletzt „Europas Einigung. Eine  unvollendete Geschichte“, Frankfurt am Main 2014.

Um Ihre Anmeldung wird gebeten! Bitte senden Sie eine E-Mail an das Haus der Geschichte (Klicken, um die E-Mail zu schreiben).

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Besuch bei der EASA in Köln

In Kooperation mit der Volkshochschule Bochum hat eine Gruppe von Interessierten die EASA in Köln besucht.

Die Besuchergruppe auf dem Dach des EASA-Gebäudes

Die Besuchergruppe auf dem Dach des EASA-Gebäudes

Die EASA (European Aviation Safety Agency) hat die Aufgabe, einheitliche und hohe Sicherheits- und Um­weltstandards für Flugzuge und den Flugverkehr auf europäischer Ebene zu erstellen und zu überwachen. Des Weiteren gehören unzählige Vorschriften, Aktualisierungen, Inspektionen, sowie Standardisierungen dazu. Sie berät hierbei die Europäi­sche Kommission mit ihrem Fachwissen auf den Gebieten Flugsicherheit und Abschluss internationaler Ab­kommen. Sie wird vom Europäischen Parlament kontrolliert. Die EASA ist die Flugsicherheitsbehörde der Europäischen Union für die Zivilluftfahrt. Der Sitz der EASA ist Köln, wodurch deutlich wird, dass wichtige Einrichtungen der EU nicht auf die beiden Städte Brüssel und Straßburg beschränkt sind.

Die EASA ist eine der europäischen Behörden, die für die Bürgerinnen und Bürger „im verborgenen“ ihre Ar­beit verrichtet. Um Licht in das Dunkel zu bringen, haben wir in Zu­sammenarbeit der VHS Bochum einen Be­such bei der EASA organisiert. Bei dem Besuch habenen wir uns über die Aufgaben und die Arbeitsweise der EASA informiert.

Eingeleitet wurde der informative und kurzweilige Vortrag durch eine Darstellung des Gebäudes, in dem die EASA seit Juni 2016 ihren Sitz hat. Dabei handelt es sich um das ehemalige Gebäude der „Königlichen Eisenbahndirektion zu Cöln“. Auf dem Dach des Gebäudes entstand das obige Bild – ein sehr schöner Ausblick über Köln.

Danach wurde anhand von Folien und kurzen Filmen erläutert, mit welchen technischen Fragen sich die EASA beschäftigt. Die technische Abnahme des Baumusters der A-380 der Firma Airbus wurde gezeigt: alle Passagiere müssen innerhalb von 90 Sekunden das Flugzeug über Notrutschen verlassen. Der Test mit 853 Personen konnte innerhalb von 80 Sekunden abgeschlossen werden! Der ebenso eindruckvsolle Test der Notbremsung eines Flugzeugs verdeutlichte, dass die Arbeit der EASA für die technische Sicherheit von Flugzeugen sehr wichtig ist.

Die Darstellung der Zuständigkeiten und Abgrenzungen der Zuständigkeiten zum Beispiel zum Luftfahrt-Bundesamt rundete den informativen Beitrag ab.

Ein interessanter Besuch, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gefallen hat.

 

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Bürgerdialog „Europas Grenzen: Wir müssen reden!“ am 1. September 2016 in Wuppertal

Die Europa-Union Deutschland möchte Sie herzlich zu Ihrem Bürgerdialog „Europas Grenzen: Wir müssen reden!“ am 01. September 2016 um 18.30 Uhr in die Historische Stadthalle Wuppertal, Johannisberg 40, 42103 Wuppertal, einladen.

Im Zuge der aktuellen Flüchtlingskrise werden in Europa wieder Grenzen errichtet. Wie gehen wir mit den Binnen- und Außengrenzen der Europäischen Union um? Wie steht es um die Handlungsfähigkeit der EU und die innere Solidarität? Stößt das Europäische Projekt an Grenzen? Diese und weitere Fragen können Sie mit Experten und politischen Entscheidungsträgern diskutieren.

Der Bürgerdialog startet nach einem Grußwort von Andreas Mucke, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, mit einer kurzen Podiumsdiskussion. Gesprächspartner sind Staatssekretär Thorsten Klute, die Europaabgeordnete Terry Reintke, Dr. Jörg Bentmann vom Bundesministerium des Innern und Matthias Oel von der Europäischen Kommission. Anschließend finden offene Gespräche in Themenräumen mit weiteren Experten zu folgenden Themenbereichen statt:

  1. Schengen im Zielkonflikt: Binnenmarkt und Reisefreiheit versus sichere Grenzen
  2. Integration oder Desintegration: Europa als Wirtschafts-und Sozialraum
  3. Organisierte Kriminalität und Terror im globalen Dorf – was kann Europa tun?

Weiterhin stehen Vertreter des Eine Welt Netzes NRW e.V., von Metall NRW, des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), des Landeskriminalamtes NRW und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Rede und Antwort. Das vollständige Programm finden Sie im Anhang. Auf www.publixphere.net laden wir Sie ein, schon vorab zu diskutieren. Ihre Beiträge haben die Chance, in die Diskussion vor Ort einzufließen.

Der Bürgerdialog in Wuppertal wird in Kooperation mit der Europa-Union Nordrhein-Westfalen, ihrem Kreisverband Wuppertal und den Jungen Europäischen Föderalisten Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Er ist Teil einer deutschlandweiten Reihe, die von vielen Partnern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unterstützt wird. Weitere Informationen finden Sie unter: www.eud-buergerdialoge.de.

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail oder direkt über das Onlineformular: www.europa-union.de/buergerdialoge/europas-grenzen/veranstaltungen/wuppertal. Wir freuen uns, wenn Sie diese Einladung auch an interessierte Kollegen, Bekannte und Kontakte weiterleiten.

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65 Jahre Montanunion: Europäische Einigung zwischen montanindustrieller Vergangenheit und ungewisser Zu­kunft

Am 18. April 1951 wurde in Paris der Vertrag zur Gründung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) unterzeichnet, der am 23. Juli 1952 in Kraft trat. Dieses auch als Montanunion bekannt gewor­dene erste europäische Gemeinschaftsprojekt markiert einen Meilenstein auf dem Weg der europäischen In­tegration zur Europäischen Union. Die heutige EU basiert in ihren Prinzipien und Funktionslogiken auf der Montanunion, umfasst aber mittlerweile 28 Mitgliedstaaten und eine Regelungsbreite, die alle Politikfelder umschließt. Welche Vorstellungen hatten die ‚Männer der ersten Stunde‘? Wie waren die Rahmenbedingun­gen für das Zustandekommen der Montanunion? Welche Auswirkungen auf Bochum hat die Montanunion? Und vor welchen Herausforderungen steht Europa heute?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Veranstaltung der Europa-Union Bochum und des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte, zu der wir Sie herzlich am Freitag, den 1. Juli, 15:00 in das Zen­trum für Stadtgeschichte, Bochum, Wittener Straße 47 einladen.

Begrüßung

Dr. Ingrid Wölk, Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte

Die Montanunion, Europa und das Ruhrgebiet: Damals und Heute

Einführung und Impulsvortrag von Prof. Dr. Jürgen Mittag, Europa-Union Bochum, Jean Monnet-Professur

Es geht um 150 Millionen

Ein Film über die Montanunion aus den 1950er Jahren (im Kinosaal)

Podiumsdiskussion mit:

  • Dr. Christoph Konrad, MdEP a.D.
  • Prof. em. Dr. Kurt Düwell, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Prof. Dr. Jürgen Mittag
  • Axel Schäfer, MdB

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang. Anmeldungen werden erbeten unter Tel. 0234-9109501 oder stadtarchiv@bochum.de.

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JEF-Länderabend Kosovo

2016-06-14_kosovo

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