Goodbye – und auf ein Wiedersehen!

Mit dem Ablauf des heutigen 31. Januar verlässt das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland die Europäische Union, nachdem das EU-Parlament am 29. Januar den Austrittsvertrag ratifiziert hat.

EUD-Generalsekretär Christian Moos: „Brexit ist ein historischer Rückschritt“

„Der 31. Januar ist ein schwarzer Tag für die EU und Großbritannien. Denn die Erkenntnis, dass gemeinsames europäisches Handeln weitaus mehr bewirkt als nationale Alleingänge, ist eine zivilisatorische Errungenschaft, von der die Bürgerinnen und Bürger der EU seit den Anfängen der europäischen Einigung profitiert haben“, sagt Christian Moos, Generalsekretär der überparteilichen Europa-Union Deutschland. Doch bei aller Trauer und Wehmut ließen sich die Europäischen Föderalisten nicht entmutigen. „Wir halten fest an unserer Vision eines europäischen Bundestaates, der alle Europäerinnen und Europäer in Frieden und Freiheit vereint“, so Moos.

„Der Brexit ist und bleibt ein historischer Rückschritt. Er wurde begünstigt durch Unwissen und Unwahrheiten, europaskeptischen und fremdenfeindlichen Populismus, der auch unser Land bedroht. Diesen Tendenzen müssen wir uns als Gesellschaft entschlossen entgegenstellen“, betont Moos.

Besonders gelte es jetzt aber, die Verbindung zu den Menschen im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland zu halten und wo immer möglich auszubauen. „Europa ist auch und gerade auf der Basis von Städtepartnerschaften, des grenzübergreifenden Miteinanders von bürgerschaftlichen Vereinen, Sportbegegnungen und Jugendaustausch gewachsen. Daran wollen wir festhalten und bestehende Freundschaften zu Britinnen und Briten pflegen und neue anstreben“, erklärt Moos.

Das gemeinsame Haus Europa zu errichten, sei ein Generationenauftrag, der weder mit den Römischen Verträgen noch mit Maastricht oder Lissabon abgeschlossen gewesen sei. „Das Brexit-Referendum von 2016 und der am 31. Januar erfolgende Austritt Großbritanniens geben keine endgültigen Antworten auf die Frage nach Großbritanniens künftigem Platz in Europa“, ist Christian Moos überzeugt.

Die überparteiliche Europa-Union Deutschland erwarte von der Politik auf allen Ebenen zweierlei. Erstens müsse nun alles darangesetzt werden, eine gute Lösung für die künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien zu finden. „Wir dürfen nicht vergessen, dass in der EU wie im Vereinten Königreich die Lebensentwürfe von Millionen Bürgerinnen und Bürgern vom Ausgang der nun anstehenden Verhandlungen abhängen. Für diese schwierigen Verhandlungen muss allerdings auch klar sein, dass die EU keine Zugeständnisse machen darf, die sie selbst in Frage stellen würden“. Zweitens erwarte die Europa-Union zeitnah konkrete, mutige Schritte hin zu einem neuen Konvent, der die EU auf der Grundlage ihrer Werte und Ziele zukunftsfest macht. „Die Konferenz über die Zukunft Europas kann nur der erste Schritt dazu sein und die angekündigte Bürgerbeteiligung darf kein Feigenblatt sein“, sagt Generalsekretär Moos.

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Jahreshauptversammlung und Veränderungen im Vorstand

Die Europa-Union Bochum hat am 18. Dezember ihre jährliche Jahreshauptversammlung abgehalten. Neben dem Bericht des Vorstandes und dem Kassenbericht standen auch Wahlen zum Vorstand an.

Die bisherigen Vorsitzenden, Lothar Gräfingholt und Prof. Dr. Jürgen Mittag stellten sich erneut zur Wahl und bekamen das einstimmige Votum der Versammlung. Neu im Vorstand sind als Beisitzer Simon Gutleben und Prof. Dr. Hans-Jürgen Lange. Die übrigen Positionen haben sich nicht verändert.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Iryna Nesterenko und Jan Meiser standen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. An dieser Stelle beiden ein herzlicher Dank für ihre Mitarbeit im Vorstand!

Der Vorstand wird im Januar mit einer ersten Sitzung seine Arbeit aufnehmen.

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Anhörungen zur Bildung der neuen Kommission haben begonnen

Heute, am 30. September haben die Anhörungen der zukünftigen Mitglieder der Europäischen Kommission begonnen, die – nach der Zustimmung des Europäischen Parlaments – ihre Arbeit am 1. November aufnehmen soll.

Das Verfahren läuft wie folgt ab:

  • jede Kandidatin / jeder Kandidat darf 15 Minuten reden, danach erfolgt
  • die Befragung der Kandidaten.

Die Sitzungen werden im Livestream des Europäischen Parlaments übertragen. Zur Übersicht der Übertragungen gelangen Sie über diesen Link. externer Link

Frau Ursula von der Leyen, die das Amt der Kommissionspräsidentin bekleiden wird, hat 27 Kommissionsmitglieder benannt. Im Fall eines Austritts des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland („Brexit“) werden nur 26 Kommissare berufen.

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Elmar Brok zum Ehrenmitglied ernannt

Eines (wenn nicht das) Mitglied des Europäischen Parlaments mit der längsten Zugehörigkeit, Elmar Brok, wurde heute auf der Landesversammlung der Europa-Union Nordrhein-Westfalen in Gelsenkirchen zum Ehrenmitglied der Europa-Union Nordrhein-Westfalen ernannt.

Elmar Brok erhält die Urkunde über seine Ehrenmitgliedschaft. V.l.: Peter Wahl, Landesvorsitzender, Elmar Brok, Heinz-Wilhelm Schaumann, Vizepräsident der Europa-Union Deutschland

Elmar Brok gehörte dem Europäischen Parlament von 1980 bis 2019 an. Er war zudem von 2013 bis 2018 Präsident der Union der Europäischen Föderalisten (UEF) und von 1999 bis 2006 Präsident der Europa-Union Deutschland.

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Mitreden über Europa

Unter diesem Titel lädt das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland zu einer Diskussionsrunde ein, die am am Freitag, dem 4. Oktober 2019 ab 18.00 Uhr im stadt.bau.raum Gelsenkirchen, Boniverstraße 30, 45883 Gelsenkirchen stattfindet.

Es diskutieren auf dem Podium:

  • Prof. Dr. Dietmar Köster, Mitglied des Europäischen Parlaments (SPD)
  • Dennis Radtke, Mitglied des Europäischen Parlaments (CDU)
  • Terry Reintke, Mitglied des Europäischen Parlaments (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
  • Dr. Oliver Schwarz, Universität Duisburg-Essen, Institut für Politikwissenschaften

Die Moderation obliegt Stephanie Weltmann, Journalistin.

Hier finden Sie das Programm nebst Anmeldung.

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Bildungsreise nach Barcelona

Die Europa-Union Bochum bietet in Kooperation mit dem Heinz-Kühn-Bildungswerk eine Studienreise nach Barcelona an.

Unter dem Titel „Föderalismus ade? Katalonien auf dem Scheideweg“. Die Reise findet in der Zeit vom 7. bis zum 12. Oktober statt. Das Programm können Sie hier einsehen (öffnet eine pdf-Datei / lädt die Datei herunter). Ein Anmeldungsbogen ist hier verfügbar (öffnet eine pdf-Datei / lädt die Datei herunter).

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Ein Tag für Europa und Verleihung des Europabanners

Seit einigen Jahren feiert die Europa-Union Bochum in der Europawoche einen Tag für Europa auf der Bühne am Konrad-Adenauer-Platz (KAP) im Bermuda3eck. Neben Gesprächen und Musik wird auch das Europabanner an eine Bochumer Bildungseinrichtung verliehen.

Besonders haben wir uns in diesem Jahr über eine Förderung durch das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen gefreut. Auch durch die Unterstützung der Sparkasse Bochum und des USB Bochum konnten wir diesen Tag gestalten. An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzlicher Dank für die Unterstützung!

In diesem Jahr standen die Länder Finnland und Rumänien im Mittelpunkt, die beide in diesem Jahr die Ratspräsidentschaft des Europäischen Rates innehaben. Besonders gefreut haben wir uns auch über die Teilnahme der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. und die Bezirksgruppe Bochum-Witten. Neben den Vertretern des „Runden Tisches Europa“ (Gesellschaft Bochum-Oviedo, Deutsch-Französische Gesellschaft, Europa-Union) waren in diesem Jahr auch das Europe-Direct-Informationszentrums Dortmund und die Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet mit einem Informationsstand vertreten.

Der Stand Europe-Direct-Informationszentrums Dortmund

Musik gab es am Nachmittag von Marlow Callahan

Schüler und Schülerinnen des Neuen Gymnasiums Bochum wurden von Werner Partner (Deutsch-Finnische Gesellschaft) zu ihren Erfahrungen bei einem Schülerautasuch in Jyväsklä (Finnland) befragt. Interessant zu hören, wie und mit welchen technischen Hilfsmitteln in Finnland unterrichtet wird. Davon können deutsche Schüler nur träumen. Die Hildegardis-Schule präsentierte in einem Frage- und Antwortspiel die Erfahrungen ihrer Schüler über einen Aufenthalt in der Lopen Iukio-Schule in Loppi (Finnland)

Der Übergang zum Abendteil wurde durch die Verleihung des Europabanners an den biligualen Zweig der Hildegardis-Schule markiert. Seit 40 Jahren können Schüler ein deutsch-französische Abitur ablegen, mit dem sie in beiden Ländern studieren können! Das Banner wurde durch die Vorsitzenden der Europa-Union Bochum Lothar Gräfingholt (links) und Prof. Dr. Jürgen Mittag (Mitte) an Schulleiter, Herrn Backhaus, (rechts) übergeben:

Verleihung des Europabanners an dien biligualen Zweig der Hildegardis-Schule

Anschließend führten Schülerinnen und Schüler der Hildegardis-Schule einen Teil des European-Balcony-Projektes auf. Sie verlasen Textauszüge aus der Rede, die Victor Hugo beim Pariser Friedenskongress 1849 gehalten hat. Ein heute immer noch aktueller Text, der deutlich macht, dass Europa gemeinsame Wurzeln hat. Dazu ließ die stellvertretende Schulleiterin, Frau Wingenfeld, symbolisch Europa-Ballons aufsteigen

Der erste musikalische Teil des Abends wurde durch die Gruppe Uusikuu mit Laura Ryhänen und Mikko Kursma und die Autorin Claudia Brendler bestritten. Traditionelle finnische Musik, Tango und nachdenklich machende Texte zu Europa…

Zum Abschluss des Abend spielte die Gruppe Just4Fun, ein treuer Gast bei unseren Veranstaltungen auf der Bühne am KAP

Nochmals ein herzlicher Dank an alle, die geholfen haben, diesen Tag zu gestalten!

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